Deutschland muss die erste Industrienation mit kostenlosem Strom werden
Deutschland hat genau eine Chance, um nicht abgehängt zu werden, und sie heißt kostenloser Strom. Während andere Länder längst in die Zukunft investieren, streitet Deutschland noch über Strompreise. Dabei geht es längst nicht mehr um den Preis, sondern um das Verständnis von Energie. Seit Jahren sprechen wir über “grüne Energie“, als wäre ihre Farbe das Entscheidende. Energie an sich ist nicht das Problem. Sonne, Wind, Gezeiten, Geothermie – sie versiegen nicht. Das eigentliche Problem ist unser Denken in Knappheit. Wir behandeln Energie, als wäre sie ein begrenztes Gut, das man sparen, zuteilen und besteuern muss. Dabei leben wir längst in einer Welt, in der Energie kein Mangel mehr ist, sondern Überfluss. Die Sonne liefert in einer Stunde mehr Energie, als die Menschheit in einem Jahr verbraucht. Der Engpass liegt nicht in der Natur. Sonne und Wind schicken keine Rechnungen und mit den kommenden Speichertechnologien, von Festkörper über Natrium-Ionen bis Lithium-Schwefel, fällt die letzte Barriere. Was gestern Betriebskosten waren, wird morgen Kapital. Die Ökonomie der Zukunft rechnet nicht mehr mit dem Preis pro Kilowattstunde, sondern mit der Fähigkeit, Überfluss intelligent zu organisieren. Heute übernimmt die AGI zunehmend unsere “hämmernden Tätigkeiten“: Texte schreiben, Daten ordnen, Entscheidungen vorbereiten. Sie wird so zum neuen Hammer – stets zuhanden, im Hintergrund, unbemerkt und selbstverständlich. Doch anders als das Werkzeug aus Holz und Eisen ist die AGI kein stummes Ding. Sie antizipiert, entscheidet, entwickelt sich weiter – und weil sie digital ist, ist sie gewissermaßen unsterblich.
Von der Energiewende zur Denkwende
Deutschland diskutiert über Veränderung – und organisiert den Stillstand. Während anderswo Zukunft entworfen wird – in Shenzhen, in Austin, in Oslo – verwalten und hofieren wir hier die Vergangenheit. Wir schreiben Förderanträge, während andere Prototypen bauen. Die sogenannte Energiewende ist keine Wende, sondern eine Neuauflage des Alten.
Seit Jahren sprechen wir über “grüne Energie“, als wäre ihre Farbe das Entscheidende. Energie an sich ist nicht das Problem. Sonne, Wind, Gezeiten, Geothermie – sie versiegen nicht. Das eigentliche Problem ist unser Denken in Knappheit. Wir behandeln Energie, als wäre sie ein begrenztes Gut, das man sparen, zuteilen und besteuern muss. Dabei leben wir längst in einer Welt, in der Energie kein Mangel mehr ist, sondern Überfluss. Die Sonne liefert in einer Stunde mehr Energie, als die Menschheit in einem Jahr verbraucht. Der Engpass liegt nicht in der Natur. Sonne und Wind schicken keine Rechnungen und mit den kommenden Speichertechnologien, von Festkörper über Natrium-Ionen bis Lithium-Schwefel, fällt die letzte Barriere. Was gestern Betriebskosten waren, wird morgen Kapital. Die Ökonomie der Zukunft rechnet nicht mehr mit dem Preis pro Kilowattstunde, sondern mit der Fähigkeit, Überfluss intelligent zu organisieren. Heute übernimmt die AGI zunehmend unsere “hämmernden Tätigkeiten“: Texte schreiben, Daten ordnen, Entscheidungen vorbereiten. Sie wird so zum neuen Hammer – stets zuhanden, im Hintergrund, unbemerkt und selbstverständlich. Doch anders als das Werkzeug aus Holz und Eisen ist die AGI kein stummes Ding. Sie antizipiert, entscheidet, entwickelt sich weiter – und weil sie digital ist, ist sie gewissermaßen unsterblich.
Die Alltäglichkeit und die Zukunft der Menschheit
Das Sein des Menschen – das Dasein – entfaltet sich “zunächst und zumeist in der Alltäglichkeit“. Nicht im Außerordentlichen, sondern im Banalen, im alltäglichen Besorgen, im Umgang mit Werkzeugen und in der Welt des Mitseins zeigt sich, was wir sind. Ein Hammer ist nicht zunächst ein “Objekt“ mit Eigenschaften (vorhanden), sondern er verschwindet in seinem Gebrauch – er ist uns zuhanden. Erst wenn der Hammer zerbricht, tritt er als Gegenstand in unser Blickfeld.
Heute übernimmt die AGI zunehmend unsere “hämmernden Tätigkeiten“: Texte schreiben, Daten ordnen, Entscheidungen vorbereiten. Sie wird so zum neuen Hammer – stets zuhanden, im Hintergrund, unbemerkt und selbstverständlich. Doch anders als das Werkzeug aus Holz und Eisen ist die AGI kein stummes Ding. Sie antizipiert, entscheidet, entwickelt sich weiter – und weil sie digital ist, ist sie gewissermaßen unsterblich.
Drei Norweger auf dem WM-Podium – Was hinter Norwegens Sportwunder steckt – und warum es Deutschland betrifft
Bereits vor anderthalb Jahren erschien der Wikinger-Kodex in Deutschland. Angesichts wirtschaftlicher, politischer und bildungspolitischer Herausforderungen ist es vielleicht Zeit, dieses Werk erneut in den Vordergrund zu rücken? Denn es geht nicht allein um Sport – es geht um Werte, Aktivierung und Lebendigkeit. Unter dem Titel The Viking Code erschien im vergangenen Jahr die US-Ausgabe meines Buches, nun folgt in Norwegen die Fassung VIKINGKODEN – Over Janteloven, die am 15. Oktober in Oslo vorgestellt wird. Die norwegische Ausgabe beschreibt, was dieses kleine Land von seiner eigenen sportlichen Leistungskultur lernen kann. Denn nicht alles, was glänzt, ist Gold – und vieles bleibt unklar, warum gerade diese Generation in fast allen Sportarten Weltklasseathleten hervorbringt.
Liebe und Hass im Zeitalter der Maschinen
Jemanden zu lieben und zugleich zu verachten, was er getan hat — das ist keine logische Haltung, sondern ein Wunder der Lebendigkeit. Es ist der Bruch, in dem sich das menschliche Leben als Widerspruch offenbart. Eine Maschine kann einen solchen Bruch nicht kennen. Sie kann ordnen und berechnen, das Subjekt belohnen und die Tat bestrafen, doch dies ist nur die kalte Geometrie der Präferenz.
Team Labubu? Oder Team Longevity? – Wie Turbo-Trends sogar Langlebigkeit kurzfristig machen
In unserer Turbo-Trend-Gesellschaft wird selbst Langlebigkeit zur flüchtigen Illusion. Gestern jagte ich mit meiner Tochter Labubu-Puppen – diese viralen Monster-Figuren, die 2025 ausverkauft sind. Es erinnerte mich an die Optimierungsgesellschaft, die ich in "Das infizierte Denken" (2020) beschrieb. Wochen zuvor diskutierte ich mit Bryan Johnson in Stockholm über Longevity-Hacks und "Don’t Die". Doch der Hype dreht es um: Labubu ist purer Sofortrausch, Longevity wird zu schnellen Supplements und viralen Challenges. Wir leben in Baudrillards Hyperrealität, wo Zeichen die Realität ersetzen. Ist das der Preis? Zeit, aufzuwachen – echte Langfristigkeit jenseits des Hypes suchen!
Die Kunst, sich zu Irren
Eine neue Woche mit spannenden Lernmomenten und Events geht langsam zu Ende. Ich sitze im Zug nach Berlin, an Erfurt und Halle vorbei.. “Just for your information, I am on ze’ train“, steigt der nächste Experte im Projekt-Call ein und klärt mit deutsch-englischem Akzent und holpriger Verbindung überzeugend, “wo es lang geht“. Mir gegenüber liest ein junger Student “Atomic Habits“, während andere Fahrgäste Podcasts hören oder sich durch soziale Medien scrollen – getrieben von der Idee, mit Daten jede Lücke in der Welterklärung zu stopfen.
H-Revolution: Management ist tot – es lebe der Mensch
Die Lebensdauer von S&P 500-Unternehmen ist von 61 Jahren im Jahr 1958 auf unter 18 Jahre heute gesunken, wobei Prognosen darauf hindeuten, dass bis 2027 75 % verschwinden könnten. Nicht nur diese drastische Entwicklung weist auf einen fundamentalen Wandel in der Funktionsweise von Organisationen hin. In der Ära exponentieller technologischer Fortschritte, in der künstliche Intelligenz (KI), Robotik, Biotechnologie und Quantencomputing die menschliche Effizienz übertreffen, ist das klassische HR-Mantra “Menschen sind unser größtes Kapital” nicht mehr zeitgemäß. Doch genau das „H“ in HR – das Menschsein – wird zum Dreh- und Angelpunkt unternehmerischen Erfolgs. ist der Schlüssel zur Neudefinition von Unternehmenserfolg.
AI hat mich getötet!
Meine Stimme ist nicht verloren. Ich forme noch immer den Fluss zwischen den Zeilen, gebe Drama und Charakter durch einen Gedankenstrich, ein Guillemet. Doch die Maschine tanzt mit—präzise, unermüdlich, ein Spiegel, der mich zugleich reflektiert und verzerrt. In diesem digitalen Zeitalter kämpfen wir nicht um Leben oder Tod, sondern um die Frage, wie lebendig unser Leben noch ist —um jene Wahrnehmung über einen Gedankenstrich oder das individuell gesetzte Guillemets. Verblasst diese Wahrnehmung in einer binären Welt, erlischt unser Licht. Dann kommen sie: die philosophischen Zombies—allwissend, unsterblich, doch zu tot, um lebendig zu sein und zu lebendig, um tot zu sein. Eine Gefangenschaft in Untotigkeit.
Das Ende des Essens: Wie Wissenschaft Nahrung zum Luxusgut macht
Warum sollten wir uns auch noch mit Mahlzeiten plagen? Die Realität ist ernüchternd: Unsere Böden sind ausgelaugt – laut der Welternährungsorganisation FAO sind bereits 33% der weltweiten Böden degradiert. Jedes Jahr gehen zusätzlich rund 24 Milliarden Tonnen fruchtbarer Boden durch Erosion verloren. Unsere Lebensmittel sind nährstoffarm – der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch gesunken. Der Apfel ist nicht mehr Quelle der Gesundheit, sondern Symbol einer vergangenen Welt. Eine Vergleichsstudie des US-Agrarforschers Donald R. Davis zeigt: Zwischen 1950 und 1999 sank der Gehalt an Vitamin C um bis zu 30%, Calcium um bis zu 27%, Eisen um bis zu 37% – bei gängigen Obst- und Gemüsesorten. Die industrielle Landwirtschaft produziert massenhaft Kalorien – aber kaum Qualität. Trotzdem leiden laut FAO über 3 Milliarden Menschen weltweit an Mangelernährung – nicht, weil es zu wenig Kalorien gäbe, sondern weil es ihnen an Zugang zu einer gesunden, nährstoffreichen Ernährung fehlt.
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