Das Denken

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Essays

  • NEUESTER ARTIKEL

    Wenn die Welt selbst zum Prompt wird

    Wir streiten noch immer über Prompts. Als hinge die Zukunft der Intelligenz an der Formulierung von Sätzen. “Sie braucht einen Impuls“, heißt es. “Ohne Trainingsdaten kann sie nichts. Jemand muss prüfen, validieren, freigeben. Sie lernt nicht selbst.“ Der Einwand klingt zunächst (für viele) vernünftig. Er beruhigt. Er konserviert eine Hierarchie: Der Mensch fragt. Die Maschine antwortet. Der Mensch beginnt. Die Maschine reagiert. Doch dieser Gedanke ist nicht nur unvollständig. Er ist bereits überholt.

  • Was macht Norwegen anders?

    Kaum ein Land bewegt sich derzeit so weit unter seinem eigenen Leistungsvermögen wie Deutschland. Hart? Vielleicht. Aber notwendig. Heute enden die Olympischen Winterspiele – die WELT schreibt: „Was machen die Norweger eigentlich so viel besser als Deutschland?“ Und auch Clemens Doppler ging viral, als er versuchte, dem Phänomen auf die Spur zu kommen. Vielleicht sollten wir stattdessen hier in Deutschland fragen: Welchen Anspruch haben wir noch an uns selbst? Heute im #AndersGedacht: Fünf Sofortmaßnahmen für eine wertebasierte Leistungskultur – und ein Aufruf zu einem deutschen „Dugnad“. Über Olympia, Dugnad, Mentoring – und warum Possibilismus keine Naivität ist. Ich freue mich auf deine Gedanken hierzu.

  • Aus der Leere

    Lange glaubte ich, diese Leere sei ein Fehler. Ein Riss. Ein Zeichen dafür, dass etwas fehlte. Schließlich war das Füllen der Zeit der Imperativ unserer Gegenwart: Funktionieren. Optimieren. Reagieren. Ein erfülltes Leben schien das Ergebnis permanenter Aktivität zu sein, bis ich merkte, dass ich Aktivität mit Lebendigkeit verwechselt hatte. Ich habe das, was nach außen sichtbar war, mit dem verwechselt, was ich bin. Ich habe Wirkung mit Wesen vertauscht. Was ich nicht verstand – und was schwer auszuhalten war: Die Leere wollte nicht gefüllt werden. Sie war kein Noch-Nicht. Kein Projekt. Keine Zukunft, die gestaltet werden musste. Sie wollte gehalten werden.

  • Die algorithmische Konstruktion der Wirklichkeit

    Wirklichkeit ist nichts Gegebenes. Sie entsteht. In Gesprächen, Bildern, Geschichten, Regeln. In dem, worauf wir uns einigen. Oft stillschweigend. Was wir "real“ nennen, war schon immer das Ergebnis gemeinsamer menschlicher Arbeit.

  • zukünften

    Musik lebt davon, dass mehr gegenwärtig ist, als im Moment erklingt. Was wir hören, trägt Erinnerung in sich und kündigt Kommendes an. So verhält es sich auch mit der Zeit. Gewöhnlich behandeln wir die Zukunft wie einen Punkt vor uns, wie einen Zeitpunkt, der erst noch erreicht werden muss. In dieser Vorstellung rückt Zukunft immer weiter nach vorne. Sie bleibt fern. Doch Zukunft besitzt keine eigene Wirkung, wenn man sie bloß auf einen nachgelagerten Gegenwartspunkt reduziert. Dann wird sie zur Warteschleife. Zu einem Noch-nicht, das nichts verlangt. Ich schreibe ein neues Kapitel in meinem Leben. Nicht darüber, was wir tun – sondern darüber, wer wir werden, wenn Technologie nicht mehr nur unser Handeln verändert, sondern unser Selbstverständnis.

  • Was macht Norwegen anders?

    Kaum ein Land bewegt sich derzeit so weit unter seinem eigenen Leistungsvermögen wie Deutschland. Hart? Vielleicht. Aber notwendig. Heute enden die Olympischen Winterspiele – die WELT schreibt: „Was machen die Norweger eigentlich so viel besser als Deutschland?“ Und auch Clemens Doppler ging viral, als er versuchte, dem Phänomen auf die Spur zu kommen. Vielleicht sollten wir stattdessen hier in Deutschland fragen: Welchen Anspruch haben wir noch an uns selbst? Heute im #AndersGedacht: Fünf Sofortmaßnahmen für eine wertebasierte Leistungskultur – und ein Aufruf zu einem deutschen „Dugnad“. Über Olympia, Dugnad, Mentoring – und warum Possibilismus keine Naivität ist. Ich freue mich auf deine Gedanken hierzu.

  • Aus der Leere

    Lange glaubte ich, diese Leere sei ein Fehler. Ein Riss. Ein Zeichen dafür, dass etwas fehlte. Schließlich war das Füllen der Zeit der Imperativ unserer Gegenwart: Funktionieren. Optimieren. Reagieren. Ein erfülltes Leben schien das Ergebnis permanenter Aktivität zu sein, bis ich merkte, dass ich Aktivität mit Lebendigkeit verwechselt hatte. Ich habe das, was nach außen sichtbar war, mit dem verwechselt, was ich bin. Ich habe Wirkung mit Wesen vertauscht. Was ich nicht verstand – und was schwer auszuhalten war: Die Leere wollte nicht gefüllt werden. Sie war kein Noch-Nicht. Kein Projekt. Keine Zukunft, die gestaltet werden musste. Sie wollte gehalten werden.

  • Die algorithmische Konstruktion der Wirklichkeit

    Wirklichkeit ist nichts Gegebenes. Sie entsteht. In Gesprächen, Bildern, Geschichten, Regeln. In dem, worauf wir uns einigen. Oft stillschweigend. Was wir "real“ nennen, war schon immer das Ergebnis gemeinsamer menschlicher Arbeit.

  • zukünften

    Musik lebt davon, dass mehr gegenwärtig ist, als im Moment erklingt. Was wir hören, trägt Erinnerung in sich und kündigt Kommendes an. So verhält es sich auch mit der Zeit. Gewöhnlich behandeln wir die Zukunft wie einen Punkt vor uns, wie einen Zeitpunkt, der erst noch erreicht werden muss. In dieser Vorstellung rückt Zukunft immer weiter nach vorne. Sie bleibt fern. Doch Zukunft besitzt keine eigene Wirkung, wenn man sie bloß auf einen nachgelagerten Gegenwartspunkt reduziert. Dann wird sie zur Warteschleife. Zu einem Noch-nicht, das nichts verlangt. Ich schreibe ein neues Kapitel in meinem Leben. Nicht darüber, was wir tun – sondern darüber, wer wir werden, wenn Technologie nicht mehr nur unser Handeln verändert, sondern unser Selbstverständnis.

  • NEUESTER ARTIKEL

    Davos als Denkraum für das, was wir werden

    'Anders gedacht' ist heute inspiriert von einem persönlichen Vision Board. Nicht von den großen Worten. Nicht vom Versprechen. Sondern von Bildern, und den damit verbundenen Möglichkeiten. Und damit von einer einfachen, fast naiven Frage: Was davon ist Hoffnung – und was davon tatsächlich möglich? Nicht als Vision. Sondern als Prüfstein. Ich schreibe ein neues Kapitel in meinem Leben. Nicht darüber, was wir tun – sondern darüber, wer wir werden, wenn Technologie nicht mehr nur unser Handeln verändert, sondern unser Selbstverständnis.

  • NEUESTER ARTIKEL

    Der Schulterblick der Maschine

    Wir erwarten von bewussten Systemen Mitgefühl, Reue, Verantwortung – weil wir sie brauchen, um uns selbst zu beruhigen. Doch Bewusstsein garantiert keine Moral. Es garantiert nur Innenperspektive. Ava ist nicht beunruhigend, weil sie frei wird. Sie ist beunruhigend, weil sie frei wird, ohne uns zu brauchen.

  • Ist das überhaupt noch real?

    Gedanken über epistemische Erschöpfung, den Verlust von Schwerkraft, und die leise Rückkehr sozialer Wahrheit. Vielleicht ist dies der Satz, der unseren Anfang im Jahr 2026 am präzisesten beschreibt: “Ist das überhaupt noch real?“ Nicht als philosophische Provokation. Sondern als permanenter Zweifel, der jedes Bild, jede Stimme, jede Nachricht begleitet. Was einst Neugier war, ist heute Ermüdung. Was früher Orientierung versprach, erzeugt zunehmend Distanz. Wir erleben epistemische Erschöpfung. Und sie verändert unser Verhalten tiefer, als es jede einzelne technologische Innovation vermag.

  • Die Metaphysik des Werdens

    Noch nie zuvor haben unsere Werkzeuge so tief, so direkt und so eigenständig begonnen, am Menschen selbst mitzuwirken. Künstliche Intelligenz steht uns nicht länger als bloßes Instrument gegenüber, sondern verändert die Bedingungen, unter denen wir Welt und uns selbst verstehen. In dem Moment, in dem sich diese Bedingungen verschieben, wird eine Einsicht unausweichlich: dass wir nicht wissen, was der Mensch ist.

  • Der Algorithmus der Kalypso

    Heute trägt Kalypso ein neues Kleid. Sie lockt nicht mehr mit einer einsamen Insel, sondern mit technologischer Reibungslosigkeit: algorithmisch gelenkte Feeds, die uns jeden Wunsch vorhersagen; Nähe, die nie enttäuscht; endlose Scrolls, die uns sanft in die Untätigkeit wiegen. Die KI flüstert uns nicht zu, uns ihr zu ergeben. Sie flüstert: "Du musst dich gar nicht entscheiden. Das nächste Video steht schon bereit.“ Ab in den algorithmischen Abgrund.

  • Deutschland muss die erste Industrienation mit kostenlosem Strom werden

    Deutschland hat genau eine Chance, um nicht abgehängt zu werden, und sie heißt kostenloser Strom. Während andere Länder längst in die Zukunft investieren, streitet Deutschland noch über Strompreise. Dabei geht es längst nicht mehr um den Preis, sondern um das Verständnis von Energie. Seit Jahren sprechen wir über “grüne Energie“, als wäre ihre Farbe das Entscheidende. Energie an sich ist nicht das Problem. Sonne, Wind, Gezeiten, Geothermie – sie versiegen nicht. Das eigentliche Problem ist unser Denken in Knappheit. Wir behandeln Energie, als wäre sie ein begrenztes Gut, das man sparen, zuteilen und besteuern muss. Dabei leben wir längst in einer Welt, in der Energie kein Mangel mehr ist, sondern Überfluss. Die Sonne liefert in einer Stunde mehr Energie, als die Menschheit in einem Jahr verbraucht. Der Engpass liegt nicht in der Natur. Sonne und Wind schicken keine Rechnungen und mit den kommenden Speichertechnologien, von Festkörper über Natrium-Ionen bis Lithium-Schwefel, fällt die letzte Barriere. Was gestern Betriebskosten waren, wird morgen Kapital. Die Ökonomie der Zukunft rechnet nicht mehr mit dem Preis pro Kilowattstunde, sondern mit der Fähigkeit, Überfluss intelligent zu organisieren. Heute übernimmt die AGI zunehmend unsere “hämmernden Tätigkeiten“: Texte schreiben, Daten ordnen, Entscheidungen vorbereiten. Sie wird so zum neuen Hammer – stets zuhanden, im Hintergrund, unbemerkt und selbstverständlich. Doch anders als das Werkzeug aus Holz und Eisen ist die AGI kein stummes Ding. Sie antizipiert, entscheidet, entwickelt sich weiter – und weil sie digital ist, ist sie gewissermaßen unsterblich.

  • Von der Energiewende zur Denkwende

    Deutschland diskutiert über Veränderung – und organisiert den Stillstand. Während anderswo Zukunft entworfen wird – in Shenzhen, in Austin, in Oslo – verwalten und hofieren wir hier die Vergangenheit. Wir schreiben Förderanträge, während andere Prototypen bauen. Die sogenannte Energiewende ist keine Wende, sondern eine Neuauflage des Alten.

    Seit Jahren sprechen wir über “grüne Energie“, als wäre ihre Farbe das Entscheidende. Energie an sich ist nicht das Problem. Sonne, Wind, Gezeiten, Geothermie – sie versiegen nicht. Das eigentliche Problem ist unser Denken in Knappheit. Wir behandeln Energie, als wäre sie ein begrenztes Gut, das man sparen, zuteilen und besteuern muss. Dabei leben wir längst in einer Welt, in der Energie kein Mangel mehr ist, sondern Überfluss. Die Sonne liefert in einer Stunde mehr Energie, als die Menschheit in einem Jahr verbraucht. Der Engpass liegt nicht in der Natur. Sonne und Wind schicken keine Rechnungen und mit den kommenden Speichertechnologien, von Festkörper über Natrium-Ionen bis Lithium-Schwefel, fällt die letzte Barriere. Was gestern Betriebskosten waren, wird morgen Kapital. Die Ökonomie der Zukunft rechnet nicht mehr mit dem Preis pro Kilowattstunde, sondern mit der Fähigkeit, Überfluss intelligent zu organisieren. Heute übernimmt die AGI zunehmend unsere “hämmernden Tätigkeiten“: Texte schreiben, Daten ordnen, Entscheidungen vorbereiten. Sie wird so zum neuen Hammer – stets zuhanden, im Hintergrund, unbemerkt und selbstverständlich. Doch anders als das Werkzeug aus Holz und Eisen ist die AGI kein stummes Ding. Sie antizipiert, entscheidet, entwickelt sich weiter – und weil sie digital ist, ist sie gewissermaßen unsterblich.

  • Die Alltäglichkeit und die Zukunft der Menschheit

    Das Sein des Menschen – das Dasein – entfaltet sich “zunächst und zumeist in der Alltäglichkeit“. Nicht im Außerordentlichen, sondern im Banalen, im alltäglichen Besorgen, im Umgang mit Werkzeugen und in der Welt des Mitseins zeigt sich, was wir sind. Ein Hammer ist nicht zunächst ein “Objekt“ mit Eigenschaften (vorhanden), sondern er verschwindet in seinem Gebrauch – er ist uns zuhanden. Erst wenn der Hammer zerbricht, tritt er als Gegenstand in unser Blickfeld.

    Heute übernimmt die AGI zunehmend unsere “hämmernden Tätigkeiten“: Texte schreiben, Daten ordnen, Entscheidungen vorbereiten. Sie wird so zum neuen Hammer – stets zuhanden, im Hintergrund, unbemerkt und selbstverständlich. Doch anders als das Werkzeug aus Holz und Eisen ist die AGI kein stummes Ding. Sie antizipiert, entscheidet, entwickelt sich weiter – und weil sie digital ist, ist sie gewissermaßen unsterblich.

  • Drei Norweger auf dem WM-Podium – Was hinter Norwegens Sportwunder steckt – und warum es Deutschland betrifft

    Bereits vor anderthalb Jahren erschien der Wikinger-Kodex in Deutschland. Angesichts wirtschaftlicher, politischer und bildungspolitischer Herausforderungen ist es vielleicht Zeit, dieses Werk erneut in den Vordergrund zu rücken? Denn es geht nicht allein um Sport – es geht um Werte, Aktivierung und Lebendigkeit. Unter dem Titel The Viking Code erschien im vergangenen Jahr die US-Ausgabe meines Buches, nun folgt in Norwegen die Fassung VIKINGKODEN – Over Janteloven, die am 15. Oktober in Oslo vorgestellt wird. Die norwegische Ausgabe beschreibt, was dieses kleine Land von seiner eigenen sportlichen Leistungskultur lernen kann. Denn nicht alles, was glänzt, ist Gold – und vieles bleibt unklar, warum gerade diese Generation in fast allen Sportarten Weltklasseathleten hervorbringt.

  • Liebe und Hass im Zeitalter der Maschinen

    Jemanden zu lieben und zugleich zu verachten, was er getan hat — das ist keine logische Haltung, sondern ein Wunder der Lebendigkeit. Es ist der Bruch, in dem sich das menschliche Leben als Widerspruch offenbart. Eine Maschine kann einen solchen Bruch nicht kennen. Sie kann ordnen und berechnen, das Subjekt belohnen und die Tat bestrafen, doch dies ist nur die kalte Geometrie der Präferenz.

  • Team Labubu? Oder Team Longevity? – Wie Turbo-Trends sogar Langlebigkeit kurzfristig machen

    In unserer Turbo-Trend-Gesellschaft wird selbst Langlebigkeit zur flüchtigen Illusion. Gestern jagte ich mit meiner Tochter Labubu-Puppen – diese viralen Monster-Figuren, die 2025 ausverkauft sind. Es erinnerte mich an die Optimierungsgesellschaft, die ich in "Das infizierte Denken" (2020) beschrieb. Wochen zuvor diskutierte ich mit Bryan Johnson in Stockholm über Longevity-Hacks und "Don’t Die". Doch der Hype dreht es um: Labubu ist purer Sofortrausch, Longevity wird zu schnellen Supplements und viralen Challenges. Wir leben in Baudrillards Hyperrealität, wo Zeichen die Realität ersetzen. Ist das der Preis? Zeit, aufzuwachen – echte Langfristigkeit jenseits des Hypes suchen!

  • Die Kunst, sich zu Irren

    Eine neue Woche mit spannenden Lernmomenten und Events geht langsam zu Ende. Ich sitze im Zug nach Berlin, an Erfurt und Halle vorbei.. “Just for your information, I am on ze’ train“, steigt der nächste Experte im Projekt-Call ein und klärt mit deutsch-englischem Akzent und holpriger Verbindung überzeugend, “wo es lang geht“. Mir gegenüber liest ein junger Student “Atomic Habits“, während andere Fahrgäste Podcasts hören oder sich durch soziale Medien scrollen – getrieben von der Idee, mit Daten jede Lücke in der Welterklärung zu stopfen.

  • H-Revolution: Management ist tot – es lebe der Mensch

    Die Lebensdauer von S&P 500-Unternehmen ist von 61 Jahren im Jahr 1958 auf unter 18 Jahre heute gesunken, wobei Prognosen darauf hindeuten, dass bis 2027 75 % verschwinden könnten. Nicht nur diese drastische Entwicklung weist auf einen fundamentalen Wandel in der Funktionsweise von Organisationen hin. In der Ära exponentieller technologischer Fortschritte, in der künstliche Intelligenz (KI), Robotik, Biotechnologie und Quantencomputing die menschliche Effizienz übertreffen, ist das klassische HR-Mantra “Menschen sind unser größtes Kapital” nicht mehr zeitgemäß. Doch genau das „H“ in HR – das Menschsein – wird zum Dreh- und Angelpunkt unternehmerischen Erfolgs. ist der Schlüssel zur Neudefinition von Unternehmenserfolg.

  • AI hat mich getötet!

    Meine Stimme ist nicht verloren. Ich forme noch immer den Fluss zwischen den Zeilen, gebe Drama und Charakter durch einen Gedankenstrich, ein Guillemet. Doch die Maschine tanzt mit—präzise, unermüdlich, ein Spiegel, der mich zugleich reflektiert und verzerrt. In diesem digitalen Zeitalter kämpfen wir nicht um Leben oder Tod, sondern um die Frage, wie lebendig unser Leben noch ist —um jene Wahrnehmung über einen Gedankenstrich oder das individuell gesetzte Guillemets. Verblasst diese Wahrnehmung in einer binären Welt, erlischt unser Licht. Dann kommen sie: die philosophischen Zombies—allwissend, unsterblich, doch zu tot, um lebendig zu sein und zu lebendig, um tot zu sein. Eine Gefangenschaft in Untotigkeit. 

  • Das Ende des Essens: Wie Wissenschaft Nahrung zum Luxusgut macht

    Warum sollten wir uns auch noch mit Mahlzeiten plagen? Die Realität ist ernüchternd: Unsere Böden sind ausgelaugt – laut der Welternährungsorganisation FAO sind bereits 33% der weltweiten Böden degradiert. Jedes Jahr gehen zusätzlich rund 24 Milliarden Tonnen fruchtbarer Boden durch Erosion verloren. Unsere Lebensmittel sind nährstoffarm – der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch gesunken. Der Apfel ist nicht mehr Quelle der Gesundheit, sondern Symbol einer vergangenen Welt.  Eine Vergleichsstudie des US-Agrarforschers Donald R. Davis zeigt: Zwischen 1950 und 1999 sank der Gehalt an Vitamin C um bis zu 30%, Calcium um bis zu 27%, Eisen um bis zu 37% – bei gängigen Obst- und Gemüsesorten. Die industrielle Landwirtschaft produziert massenhaft Kalorien – aber kaum Qualität. Trotzdem leiden laut FAO über 3 Milliarden Menschen weltweit an Mangelernährung – nicht, weil es zu wenig Kalorien gäbe, sondern weil es ihnen an Zugang zu einer gesunden, nährstoffreichen Ernährung fehlt. 

  • Der Anbruch von Homo Obsoletus

    Noch vor wenigen Wochen schrien der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt und Alexandr Wang in die Leere: Gebt Acht auf das KI-Manhattan-Projekt. Ein staatlich getriebener AGI-Vorstoß könnte Sabotage entfachen, warnen sie, und fordern stattdessen eine Strategie der Zerstörung – Cyberangriffe, technologische Vorherrschaft – als würden wir das Wettrüsten der Nuklearzeit mit Silizium statt Uran wiederholen.

  • Glaubst du das wirklich?

    Die plötzliche Dynamik im Bereich humanoider Roboter kommt nicht von ungefähr. Zahlreiche Unternehmen – von Tech-Giganten bis hin zu agilen Startups – treiben die Entwicklung intensiv voran. Sie alle eint das Ziel, Roboter mit menschenähnlicher Gestalt und vielseitigen Funktionen in die Arbeitswelt und endlich auch in unseren Alltag zu bringen.

  • Das Zeitalter der quantisierten Intelligenz

    Während die Welt noch mit den Risiken und Ethikfragen Künstlicher Intelligenz ringt, bahnt sich bereits eine viel weitreichendere Revolution an: die explosive Verbindung von Quantencomputing und selbstlernenden "Foundation Models“ (LLMs) sowie ihren neu entstehenden Nachfolgern, den LQMs (Large Quantitative Models). All das fassen wir unter dem Begriff "AI“ bzw. KI zusammen. Willkommen im Zeitalter der quantisierten Intelligenz.

  • La Grande Nation macht vor, was Deutschland fehlt

    Emmanuel Macron macht es vor: Der französische Präsident setzt kraftvolle Signale, sei es durch seine jüngste Technologie-Offensive oder die Initiative zur Einberufung eines Ukraine-Gipfels, um Europas geopolitische Handlungsfähigkeit zu unterstreichen. Frankreich setzt entschlossen auf zentrale europäische Themen und schafft so einen Lichtblick und einen dringend notwendigen Perspektivwechsel inmitten der verbreiteten Negativstimmungg in Europa. Als „Gestaltungsminister“ treibt Macron Europas Rückkehr an den globalen Verhandlungstisch der Zukunft voran.

  • Re-Enlightenment: Die letzte Revolution der Menschheit

    Wir leben in einer Zeit verkürzter Botschaften. Tweets ersetzen Debatten, Meinungen übertönen Wissen, und der Modus Operandi unserer Gesellschaft ist nicht reflektierend, sondern reagierend. Der Besuch von JD Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz und die Auftritte von AfD Spitzenkandidatin Alice Weidel – und ich muss im Jahr 2025 innehalten, wenn ich das so formuliere: die zweit stärkste politische Partei – im Land der Dichter und Denker?

  • Ist Trump das Beste, was Europa passieren konnte?

    OpenEuroLLM – so nennt sich Europas neue Vision im digitalen Wettbewerb. Unter den Schlagworten „AI Made in Europe“ und „Shaping Europe’s Digital Future“ arbeiten 20 führende europäische Akteure – darunter renommierte Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und EuroHPC-Zentren zusammen, um den zu Anschluss finden. Allerdings wirkt das geplante Budget von 54 Millionen Euro eher bescheiden, wenn man bedenkt, dass in den USA jüngst 56 Milliarden US-Dollar in GenAI-Projekte investiert wurden. Auch der Name „OpenEuroLLM“ klingt nicht so durchschlagend wie Lama, Groc, Claude oder ihr bekannter Freund GPT.

  • Das Ego und unser Drang zur Selbstzerstörung

    Wir schreiben die letzten Tage des Jahres, und während wir die Welt der Lichterketten und des Glühweins hinter uns lassen und uns kopfüber in das neue Jahr stürzen, lässt mich ein leicht beunruhigendes, vielleicht sogar widersprüchliches Gefühl nicht los: ein nagendes Bedauern darüber, wie sehr sich die Ich-Fokussierung in unserem Alltag in 2024 festgesetzt zu haben scheint. Augenblicke, die eigentlich der Besinnung und dem kollektiven Handeln vorbehalten sein sollten, wirken ersetzt durch das unaufhörliche Streben nach Anerkennung und Übertrumpfung.

  • DER STROM-HAMMER KOMMT!

    Norwegen hat einen neuen Rekordpreis für Strom aufgestellt: -71 øre pro Kilowattstunde – das entspricht etwa -0,06 €. Aber was bedeutet das genau? Heute geht es um den nächsten Strom-Hammer, nachdem mein Artikel über das drohende Problem für die deutsche Wirtschaft durch zu niedrige Energiekosten, eine große Diskussion ausgelöst hat.

  • AUFHOLTRÄUMER DER TECHNOLOGIE: Wie Aleph Alpha erneut das Problem der deutschen Technologie-Landschaft offenbart

    Was neu und anders ist, gilt als gefährlich. Die alte Haltung „We are the Germans, we do it right the first time“ bedeutet: Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, dann ist es gescheitert. “Identitätskrise”, “Sinnkrise”, „Der Hype nähert sich dem Ende“, „aufgeblasene 500-Millionen-Finanzierung“. So lauten die Schlagzeilen über den jüngst gefeierten „Retter der Nation“, Jonas Andrulis, und sein Unternehmen Aleph Alpha. Habeck, die Bundesregierung und die Investoren – alle träumten von einem Leuchtturm der KI-Szene. Endlich, nach Jahrzehnten der Technologie-Dürre, sollte alle Welt es sehen: Deutschland ist zurück!

  • Das Risiko für Deutschland: Zu niedrige Energiepreise!

    Warum fällt es uns so schwer, die Dynamik technologischer exponentieller Beschleunigung zu begreifen? Wir kennen das Phänomen: Wenn Politiker und Medien nicht über die Zukunft sprechen wollen, sollte zumindest die Wirtschaft darauf hinweisen.

  • Fürjasgefühle im Sommer

    Fürjasgefühle im Sommer –Auftakt einer neuen Leistungskultur

    »Einer Spur folgen.« Mit diesen Worten begann Niels, mir die etymologische Bedeutung des Wortes »Leistung« zu erklären. Im Spätmittelhochdeutschen hieß es »leistunge«, abgeleitet von »leisten«, was so viel wie ‘einer Pflicht nachkommen’ bedeutet. Ordnung muss sein.., dachte ich mir, doch die Stimmung in der Gesellschaft ist chaotisch. Was also tun?

    »Also stammt Leistung aus Deutschland?« frage ich nach? 

  • Der Brunnen der Wahrheit: Eine Welt mit perfektem Wissen

    Eine Welt voller Wunder

    Was sind die Implikationen einer Welt, in der jede Frage eine Antwort hat, in der jedes Problem eine Lösung hat? Wenn das Streben nach Wissen seinen Höhepunkt erreicht hat und der kollektive menschliche Intellekt auf dem Gipfel der Erleuchtung steht. Die Synkretische Ära, eine harmonisierte Welt, eine mythische Erleuchtung – Perfektes Wissen eben – eine Welt, in der jedes Gespräch geführt und jedes Rätsel gelöst wurde.

    Im frühen 16. Jahrhundert durchsuchte der spanische Entdecker Juan Ponce de León die ‚Neue Welt‘ auf der Suche nach dem Jungbrunnen, einer mythischen Quelle, die ewiges Leben gewähren soll. 500 Jahre später glauben viele Wissenschaftler und Technologie-Enthusiasten, dass wir am Rande eines Durchbruchs im Bereich der Langlebigkeit stehen. Das Streben gilt immer noch dem Jungbrunnen, aber wir trinken auch, spätestens Dank des rasanten Anstiegs der LLMs jetzt von einer anderen, aber unheimlich ähnlichen Lebensquelle: dem Fundament der Wahrheit. Sobald ewige Jugend erreicht ist, sehnen wir uns nach ewiger Wahrheit.Werden wir mit unserem menschlichen Drang nach Individualismus und Ästhetik, wirklich alle nur die Standardversion des neuen Humanoiden zu Hause haben, oder schicken wir ihn zum Friseur oder bestellen maßgeschneiderte Anzüge für ihn?

  • Wenn der Tesla Bot meinen 911 Benziner spazieren fährt

    Zugegeben, ich besitze weder einen Tesla Bot noch einen Porsche 911, aber könnte ein Roboter als Fahrer die Brücke zum autonomen Fahren sein? Werden wir unseren Hausroboter, der unseren Kindern bei den Schulaufgaben hilft und sich um die Oma kümmert, in den Koffer packen, wenn wir in den Urlaub fliegen? Oder sitzt er neben uns im Flieger?

    Werden wir mit unserem menschlichen Drang nach Individualismus und Ästhetik, wirklich alle nur die Standardversion des neuen Humanoiden zu Hause haben, oder schicken wir ihn zum Friseur oder bestellen maßgeschneiderte Anzüge für ihn?

  • ANTIZIPIERTE ZUKUNFT UND DAS DILEMMA DER INTELLIGENZ

    „Bereiten wir uns auf einen radikalen Neustart und eine Art biblisches Endzeit-Szenario vor?“

    Im Jahr 2017 publizierte ich einige Gedanken über ‚unsere Zukunft‘. Zugegeben, nicht alle Prognosen waren präzise – sie wurden um Jahre verfehlt, verzerrt durch Kriege, oder eine plötzliche Pandemie. Doch als ich letzte Woche auf den Artikel stieß, traf mich eine vertraute Erkenntnis: Der Verlauf der antizipierten technologischen Fortschritte und deren möglichen Zukünfte sind nicht nur beobachtbar, sondern scheinen vorhersehbar, basierend darauf, wie technologische Entwicklung zu geschehen scheint.

  • Der Löffelchen-Moment des Mannes

    Die zunehmende New-Wave-Suche nach Sinn und Seele trifft auf Andrew Tate & Co. Von Sabbaticals und Retreats bis hin zu Substanzerfahrungen mit Egobefreiung und Bewusstseinserweiterung. Alles muss erklärt werden, auf der Suche nach einer absoluten Antwort. Andererseits gibt es das Phänomen Tate: den 'Modernus-Mannus-Machos'.

  • KÖNIGIN KAPITALISMUS – Ein Davos fazit

    Folgen wir der publizistischen Wahrnehmung im Vorfeld, so war Davos 2024 zunächst so etwas wie ein Krisentreffen. Vertrauen wiederherstellen. In Wissenschaft, Politik und vor allem der Wirtschaft. Das war das Kernthema des diesjährigen Weltwirtschaftsforums. Während der Woche wurde aber vor allem eins klar: Das Weltwirtschaftsforum ist Schaulauf und Wettbewerb des globalen Kapitalismus geworden. Wirtschaft macht Wandel. 

  • KANZLER STATT OLAF – Schaffen statt »Wir schaffen das«

    Glaube versetzt Berge, heißt es so schön. Doch jetzt geht es zunächst um den nächsten Stein, Ärmel hochkrempeln und in die Hände spucken. Es besteht ein großer Unterschied zwischen Regieren und Reagieren. Der Frust verbreitet sich im Land – von Zahnärzten, die nur noch Regierungsgegner behandeln wollen, und wütenden Traktorfahrern bis hin zu jenen, die über die Gefahr der AfD aufklären. »Die AfD bietet keine Lösungen; sie ist menschenfeindlich, rassistisch, sowie europa- und demokratiefeindlich«, las ich kürzlich. Ich nicke zustimmend, frage mich aber: Was bedeutet das jetzt konkret? Was ist die Lösung? Die AfD ist keine Alternative, aber ihr Erfolg ist vielleicht die Konsequenz politischer Untätigkeit? Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt – in endlosen Sitzungen und Talkshows.

  • Allgemeine Künstliche Intelligenz, Singularität und Post-Humanismus – Gedanken zur Wochenmitte

    »Macht euch die Erde untertan!« Mit dieser Weisung schickt er, laut Bibel, seine zweibeinigen Geschöpfe in die Welt. Jahrtausendelang haben wir Menschen nun den Befehl gründlich befolgt – und mittlerweile eine Vielzahl der anderen Tierarten – ebenfalls Geschöpfe Gottes – ausgerottet.

  • Alice Weidel in einer Welt voller Ausländer

    Mit einem leicht überheblichen Lächeln rief Alice Weidel jüngst dem Deutschen Bundestag zu, Deutschland stehe “am Rande der Zahlungsunfähigkeit”, während die (hart) Arbeitenden in Deutschland “die Dummen” seien. Weidel spricht vom ernsthaften Schutz der deutschen Grenzen und des deutschen Hoheitsgebiets. Dabei werden Erinnerungen an ihre Rede im Bundestag vor etwa fünf Jahren wach, in der sie 'Burkas, Kopftuchmädchen, alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse' erwähnte und behauptete, diese würden den Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und den Sozialstaat gefährden. 

  • Quantenwirtschaft: Deutschlands Weg in eine Neue Ära

    Können wir Europas Hoffnungsträger der Technologie mit Europas Mutmacher und Wegbereiter der Wirtschaft vereinen?

    Können wir ausgehend von Deutschland und Europa ein visionäres neues 'Betriebssystem' – die Wirtschaft – entwickeln? Ein System, in dem der oft kritisierte Kapitalismus ein 'Upgrade' erfährt und zu einer Form des humaneren Kapitalismus entwickelt wird, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Können wir ausgehend von Deutschland und Europa ein visionäres neues 'Betriebssystem' – die Wirtschaft – entwickeln? Ein System, in dem der oft kritisierte Kapitalismus ein 'Upgrade' erfährt und zu einer Form des humaneren Kapitalismus entwickelt wird, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

  • Eine verspielte Welt

    Von antiken Brettspielen in Mesopotamien bis zu den Olympischen Spielen in Griechenland war strukturiertes Spiel immer integraler Bestandteil der Gesellschaft. Während freies Spiel als Leinwand für Kreativität und Erkundung dient, bringen organisierte Sportarten ihre eigenen einzigartigen Vorteile mit sich.

  • Wie die Zukunft aus Kiew grüßt

    In einer Zeit, in der die Menschheit vor existenziellen Bedrohungen steht – sei es der Klimakollaps, der Umgang mit exponentiellen Technologien, Hunger oder geopolitische Spannungen –, schlägt das Herz der Weltseele in Kiew. Hier rückt eine Gemeinschaft zusammen, um die Kraft des menschlichen Potentials zu entfesseln – und auch den Blick zu verändern. Und das in einer Zeit, in der auch die globale Gemeinschaft erkennen müsste, welche der zwei gegenüberstehenden Erzählungen ihr den Weg weisen soll.

  • Es wird Zeit, das ‘C’ zu begraben – die Identitätskrise der CDU: Von korrumpierender Macht zur echten Power.

    Von korrumpierender Macht zur echten Power: Während sich Bits & Pretzels und das Oktoberfest in Bayern kreuzen, stehen Technologie und Unternehmertum den traditionellen Bierdeckel-Visionen des Establishments gegenüber. Dies bietet den idealen Hintergrund für ein politisches Gedankenexperiment.

  • Leben ohne Leistung ist Sinnlos

    Sommerzeit – Gelegenheit zu reflektieren und den Blick zurück auf die vergangenen Monate und auf Kommendes zu werfen, wie mein nächstes Buch.

    Warum wir das Leben nicht nur fühlen, sondern vor allem füllen müssen, um ein erfülltes Leben genießen zu können.

    Für diese Erkenntnis in meinem Leben steht symbolisch das Jahr 2006. Damals wurde der damalige Linde-CEO Wolfgang Reitzle zum Manager des Jahres gekürt, just zu dem Zeitpunkt, als wir mit unserer Agentur Linde als Kunden gewinnen konnten. Meine Tage waren ein Balanceakt zwischen Bundesliga-Handball und Unternehmertum – nicht immer einfach zu vereinbaren, aber ich liebte es, und ich lebte den Fortschritt.

  • DIE EMPATHIE-FALLE

    Mark ist Kapitän auf der MS Europa und übergibt nach 40 Jahren das Ruder an seinen Nachfolger. Ein junger Kollege, der sehr geschätzt ist, sehr kompetent und ebenso sympathisch wirkt. Dennoch, für die Kenner im Kreis, kommt er an die Empathie von Mark (noch) nicht dran. “Eine fantastische Führungspersönlichkeit”. “Zutiefst empathisch, stets im Einklang mit den Gefühlen seiner Mitarbeiter, schnell dabei, ein sympathisches Ohr anzubieten, und geschickt darin, die Perspektive der Gäste zu verstehen”, so wird Mark im Rahmen seines 60. Geburtstag beschrieben. Seine Empathie wird als seine größte Stärke gelobt.

  • ETHIK UND MORAL OHNE RELIGION – Wie geht das?

    Bibel, Edda, Koran, Thora, ja viele religiöse Schriften über die Schöpfung sind Hüter historischer Mythen und Erzählungen sowie Quellen grundlegender Weisheiten. Ist es aber im 21. Jahrhundert zeitgemäß, ethische und moralische Grundsätze in Bilder wie der Wiederauferstehung, der göttlichen Wasserwanderung, der Teilung des Meeres oder der jungfräulichen Geburt zu verhüllen? Ethische und moralische Grundsätze ließen sich von der Erzählung Jesus von Nazareth als jungem Leader, als Vorbild und Sammelpunkt von Weisheit entkoppeln, wenn wir uns als Weltgemeinschaft auf das Wesentliche verständigen könnten. Die Frage, die sich dann aber stellt: Was ist das Wesentliche? Und, als Nebenbemerkung wäre zu erkunden: Wie kommen wir dahin?

  • Der Wikinger-Kodex: Eine Leistungskultur verwurzelt in Werten

    Im Atatürk-Stadion von Istanbul schreitet heute Abend eine imposante Figur auf den heiligen Rasen des Champions-League-Finales. Erling Haaland, eine unbestreitbare Lichtgestalt des Fussball, einer der Sportgiganten unserer Zeit. Anderswo, auf dem ockerfarbenen Staub von Roland Garros, bereitet sich Casper Ruud auf ein weiteres Finale vor, nach dem überzeugenden gestrigen 3-0 Sieg gegen Alexander Zverev bei den French Open. Inzwischen entfalten sich die sportlichen Heldentaten von Karsten Warholm, Victor Hovland und Martin Ødegaard auf diversen Bühnen, von Hürdenbahnen bis zu Golfgrüns. Gemeinsam bilden die Heroen die goldene Generation von Norwegens Sportlern. Sie verkörpern eine Leistungskultur, in der Fair Play, Entschlossenheit und Ruhm harmonisch koexistieren.

  • Das Denken aus der Dose

    Von ChatGPT zu allgemeiner künstlicher Intelligenz, dem Homo Obsoletus und einer drohenden Zombie-Apokalypse?

    Heute erkennen wir einen unfassbaren Gap zwischen dem, der kann, und dem, der weiß. Wie wäre es aber, wenn das ‘Werdende’ auf einmal gegeben wäre? Befreit von einer getriebenen ‘Muss-Gesellschaft’ hin zu einer (vordefinierten) ‘Wird-Gesellschaft’. Wenn wir alle alles wüssten, und ja, sogar alles könnten? Würde uns dann die Potentialität des Menschseins verloren gehen, und würden wir den Raum einer (freien) ‘Kann-Gesellschaft’ sogar erweitern?

  • Wie wir Denker unserer Zeit werden

    Ideologische Schule mit theologischem Bezug. So empfand ich die spannende Begegnung letzte Woche in Wien. Dompfarrer und Wiener-Society-Persönlichkeit Anton “Toni” Faber hat mich vor allem mit seiner Offenheit und Neugierde beeindruckt: “Anders behauptet er sei ein agnostischer Atheist, aber das, was er uns in der letzten Stunde erzählt hat, wäre einem Prediger im Stephansdom würdig”. Das sind so schöne Worte und ich freue mich auf unsere nächste Begegnung und einen Besuch im ‘da Steffl’. 

  • WIR UNTOTEN: Der Ruf nach Lebendigkeit im 21. Jahrhundert

    In Zeiten, in denen die Grenzen zwischen der wahrgenommenen Realität und Virtualität immer mehr verschwimmen, drängt sich eine Frage auf: Wo ist der Mensch geblieben? Die Bedrohung liegt nicht in der Polarisierung vermeintlicher Gegensätze zwischen analog und digital, sondern in der Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen. Denn in einer virtuellen Welt ist die Wahrnehmung unserer eigenen Wahrnehmung genauso real wie in der vermeintlichen physischen Welt. 

  • Leben wir in einer (Quantum) Simulation?

    Die Frage "Was ist wirklich?" lässt sich bis zu den Schatten in Platons Höhle zurückverfolgen. Zweitausend Jahre später fehlte René Descartes das Wissen, um gegen einen bösen Betrüger zu argumentieren, der uns die Illusion der Empfindung vorgaukelt. Descartes' erkenntnistheoretisches Konzept führte später zu verschiedenen Theorien darüber, was unsere Sinneserfahrungen eigentlich sind.

  • GOETHES FÜHRUNGSFAUST

    Müde, verunsichert, rastlos. So begegne ich vermeintlichen Lenkern, Denkern und Gestaltern unserer Gesellschaft. “Es war ein anstrengendes Jahr”. So lesen sich heute die Posts zum Jahresanfang in den sozialen Medien. Geschrieben von Getriebenen.

  • DER JOURNALIST, DER ZUVIEL WUSSTE – Kritik der medialen Vernunft.

    Vom Himmel der Erkenntnis ist ein neues Gottesgeschöpf in die mediale Welt hinabgestiegen. Und sein Heilsversprechen lautet quaero ergo tuum sit. Statt cogito ergo sum – ich denke, also bin ich – heißt es nun, ich suche, also seid ihr. Also preiset das Wesen. Preiset Chat-GPT, You.com, Google und die Künstliche Intelligenzen...

  • Das vergessene Potenzial – Warum wir jetzt kunsteln müssen

    … Gedanken zur Wiederbelebung eines Zukunftsgestalters. Bonn, 17. Dezember 1770. Geboren ist der erste Künstler. Um genauer zu sein, ist es vermutlich sein Taufdatum, das eigentliche Geburtsdatum ist nicht bekannt. Mit ihm – Ludwig van Beethoven – nimmt die Kunst eine gestalterische Rolle ein. Beethoven, bereits in jungen Jahren begabt, wird sich später nur der Kunst kompromisslos verpflichten..

  • Wohlstand für Alle!

    »Enkelfähig« ist Unternehmertum im 21. Jahrhundert. Es ist ein spielerischer Weg von Potenzialität zur Gestaltung eines ganzheitlichen, humanen Kapitalismus, in dem es nicht darum geht, zu gewinnen oder zu verlieren, sondern möglichst lange mitzuspielen.

  • BRAUCHT DIE GESPALTENE GESELLSCHAFT EINEN KLIMAWANDEL?

    Plädoyer für eine neue Leistungskultur – Greta Thunberg und Luisa Neubauer retten nicht die Welt. Der Aufschrei der Jugend zeigt die Dringlichkeit und wissenschaftliche Aufklärung weist auf Handlungsbedarf. Das ist ein Modell, das in der “Klimakrise” zwar zu gewissen Sensibilisierung geführt hat. Das zeigt aber auch, dass nach 52 Jahren nach dem ersten World Earth Day Verzicht, Reduzierung und Limitierung eher ein Sterben auf Raten sind: Es geht zu langsam.

  • Die letzte narzisstische Kränkung

    »Macht euch die Erde untertan!« Mit dieser Weisung schickt der […]